Anfrage: telli Chatbot – Technische Voraussetzungen

Seit Anfang Dezember stellt das Schulministerium die KI-Chatbot-Software „telli“ für weiterführende Schulen zur Verfügung. Zum Einsatz der Software ist eine stabile WLAN-Versorgung an den Schulen zwingend erforderlich. „Telli“ soll sowohl Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern ermöglichen, KI als Unterstützung des Unterrichts zu nutzen.
Die Software dient nicht nur der Unterrichtsvorbereitung, sondern fördert auch den pädagogisch sinnvollen Umgang mit KI innerhalb einer sicheren Umgebung. „Telli“ bietet Funktionen, die über einen bloßen Chat mit einem Large-Language-Model hinausgehen:
- Schülerinnen und Schüler können mit fiktiven Dialogpartnern über einen geteilten Link oder QR-Code chatten und lernen.
- Lehrkräfte können Lernszenarien in Form von Klassendialogen erstellen und per Link oder QR-Code mit ihrer Lerngruppe teilen. Auf diese Weise kann „telli“ Schülerinnen und Schüler individuell bei der Bearbeitung von Aufgaben oder auch Projektarbeiten unterstützen.
- Durch eine Upload-Funktion können verschiedene Textdokumente direkt verarbeitet oder zusammengefasst werden.
- Individuell konfigurierbare KI-Assistenten unterstützen die Lehrkräfte bei der Unterrichtsvor- und Nachbereitung.
Es ist im Interesse der Hagener Schulen, der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler, dass diese neuen Möglichkeiten zeitnah und vollumfänglich genutzt werden können. Wir bitten daher um die Beantwortung der vorangestellten Fragen. Von Hinweisen auf „innere Schulangelegenheiten“ bitten wir abzusehen. Die ordnungsgemäße Versorgung der Hagener Schulen mit WLAN ist seit Jahren Thema, ohne dass eine abschließende Lösung absehbar ist. Die Politik hat daher ein berechtigtes Interesse daran, dass hier endlich Abhilfe geschaffen wird.
Anfrage
1. Welche der weiterführenden Schulen in Hagen sind aktuell mit WLAN ausgestattet?
2. Ist sichergestellt, dass jene weiterführenden Schulen, die aktuell noch nicht mit WLAN ausgestattet sind, gemäß den Anforderungen von „telli“ vorrangig mit der notwendigen Technik nachgerüstet werden?
3. In welchem Zeitrahmen ist mit einer flächendeckenden Ausstattung aller Schulen zu rechnen?
4. Besteht die Absicht, die weiterführenden Schulen – unabhängig von Breitbandanschluss und strukturierter Verkabelung – kurzfristig zumindest in Teilbereichen mit WLAN zu versorgen (z. B. durch Router mit 5G-Netzwerk), um mit „telli“ arbeiten zu können? Wenn nein, warum nicht?
Wir bitten um schriftliche Beantwortung der Anfrage.
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