FDP Hagen stellt Landtagskandidaten vor und will die FernUniversität zur Europäischen Digitaluniversität machen

Von Lennart Poll

Die FDP Hagen zieht mit zwei jungen Kandidaten in die Landtagswahl am 25. April 2027. Im Wahlkreis 103 (Hagen I) tritt Kreisvorsitzender Lennart Poll (23) an, im Wahlkreis 104 (Hagen II und Ennepe-Ruhr-Kreis III) erneut Daniel Böhler.

Die Kreiswahlversammlung wählte Poll kürzlich mit über 90 Prozent der Stimmen zum Direktkandidaten. Er studiert Wirtschaft und Recht an der Universität Münster und ist seit zehn Jahren politisch aktiv. Poll führte vier Jahre lang die Jungen Liberalen Hagen, war stellvertretender Kreisvorsitzender und steht seit Januar an der Spitze der Hagener Freien Demokraten. Außerdem ist er Reserveoffizier der Bundeswehr.

Was ihn antreibt, ist Generationengerechtigkeit. „Meine Generation zahlt morgen für die Fehler von heute. Hemmungsloses Schuldenmachen und verschlafene Reformen gehen auf unsere Kosten, allen voran bei der Rente. Wir brauchen endlich den Wechsel vom reinen Umlagesystem hin zu einer kapitalgedeckten Rente. Deshalb will ich, dass meine Generation im Landtag mitredet“, sagt Poll.

Für dieselbe Generation geht auch Daniel Böhler in den Wahlkampf. Der 25-Jährige ist Fraktionsvorsitzender der FDP Ennepetal und führt als Spitzenkandidat die Jungen Liberalen NRW gemeinsam mit ihrem stellvertretenden Landesvorsitzenden Filip Günther in die Wahl.

Wofür beide inhaltlich stehen, hat der außerordentliche Kreisparteitag festgehalten. Beschlossen wurde der von Lennart Poll und dem Kreisvorstand eingebrachte Leitantrag „Für ein NRW, das wieder nach vorne denkt“. Er reicht von der Forderung nach mehr Schulautonomie über die digitale Baugenehmigung bis zur Abschaffung der Bezirksregierungen.

Wie das konkret für Hagen aussieht, zeigt ein weiterer Beschluss. Der Kreisparteitag nahm zudem den Antrag „FernUniversität Hagen zur zentralen Europäischen Digitaluniversität weiterentwickeln“ an, gestellt vom Kreisvorstand und von Katrin Helling-Plahr, der ehemaligen Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Landesvorsitzenden der FDP NRW. Aufbauend auf der Rolle der FernUniversität in der europäischen Hochschulallianz OpenEU soll sich das Land bei Bund und Europäischer Union für eine dauerhafte gemeinsame Finanzierung dieser Weiterentwicklung einsetzen. Ziel sind ein grenzüberschreitender Zugang zu digitaler Hochschulbildung und mehr lebenslanges Lernen.

„Wer lebenslanges Lernen ernst meint, setzt in Europa auf die Kompetenz der FernUniversität in Hagen und baut keine neuen Strukturen auf der grünen Wiese. Das kann Bundes- und EU-Mittel, gute Arbeitsplätze und internationale Wissenschaftler in unsere Stadt bringen. Dafür trete ich an“, so Poll.

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