FDP zu HAGEN.Trails: Schluss mit der Hängepartie – umsetzen oder ehrlich beenden!

Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Hagen fordert mit einem Ratsantrag eine verbindliche Entscheidung über die Zukunft des Mountainbike-Tourismusprojekts HAGEN.Trails bis spätestens Ende März 2027.
„Vier Jahre Projektarbeit, kein einziger legaler Trail, keine verbindlichen Vereinbarungen mit den entscheidenden Waldeigentümern und nicht einmal ein belastbarer Zeitplan. Diese Bilanz ist ernüchternd und für uns nicht länger hinnehmbar“, erklärt Katja Graf, Vorsitzende der FDP-Fraktion. „HAGEN.Trails steht seit Jahren in den strategischen Konzepten der Stadt. Aber schöne Zielsetzungen auf dem Papier bringen uns nicht weiter, wenn daraus keine konkreten Ergebnisse entstehen. Wir erwarten jetzt, dass die Stadtspitze die offenen Fragen mit Nachdruck klärt und endlich eine Entscheidung herbeiführt.“
Besonders kritisch bewertet die FDP den ungelösten Konflikt zwischen der städtischen Wirtschaftsförderung und dem Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH).
„Es ist schon bemerkenswert, dass ein strategisches Projekt der Stadt offenbar vor allem daran scheitert, dass sich die beteiligten kommunalen Akteure nicht einigen können“, kritisiert Annabell Rohlfs, wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. „Die Wirtschaftsförderung möchte ein attraktives Mountainbike-Angebot entwickeln, während der WBH die dafür entscheidenden Waldflächen aus ökologischen Gründen nicht zur Verfügung stellen will. Selbstverständlich müssen wir den Naturschutz ernst nehmen. Aber dann müssen die konkreten Bedenken endlich auf den Tisch und mögliche Lösungen geprüft werden. Weitere Jahre unverbindlicher Gespräche können nicht die Antwort sein.“
„Wir wollen das Projekt keineswegs vorschnell aufgeben“, betont Rohlfs. „Hagen hat aufgrund seiner Topografie und seiner Wälder hervorragende Voraussetzungen für den Mountainbike-Tourismus. Schon heute kommen Sportler aus anderen Regionen zu uns. Ein legales und attraktives Trailnetz könnte zusätzliche Gäste anziehen, die lokale Wirtschaft stärken und gleichzeitig helfen, die bislang ungeregelte Nutzung der Wälder besser zu steuern. Dieses Potenzial sollten wir nicht leichtfertig verschenken.“
„Bevor wir weitere Gelder für Planungen oder neue externe Dienstleister ausgeben, muss feststehen, ob das Projekt überhaupt eine realistische Zukunft hat“, ergänzt Rohlfs. „Danach können wir über konkrete Schritte wie eine erste Pilotstrecke entscheiden. Was wir nicht akzeptieren, ist ein weiteres Durchwursteln ohne erkennbare Perspektive.“
Graf fordert deshalb abschließend eine klare politische Konsequenz: „Die Verwaltung muss dem Rat bis Ende März 2027 eine eindeutige Empfehlung vorlegen. Wenn HAGEN.Trails realisierbar ist, erwarten wir einen konkreten Fahrplan mit Terminen, Verantwortlichkeiten und Kosten. Wenn die notwendigen Voraussetzungen aber nicht geschaffen werden können, muss die Verwaltung auch den Mut haben, das Projekt zur Einstellung vorzuschlagen. Es hilft niemandem, über Jahre Erwartungen zu wecken, die möglicherweise niemals erfüllt werden können.“
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