FDP-Fraktion fordert Schutzkonzept für Kunstwerke im öffentlichen Raum

Nach den jüngsten Diebstählen mehrerer Bronzeskulpturen im Hagener Stadtgebiet fordert die FDP-Fraktion ein Schutzkonzept für Kunstwerke im öffentlichen Raum. Einen entsprechenden Prüfauftrag wird die Fraktion in der Sitzung des Kultur- und Weiterbildungsausschusses am 15. September einbringen.
„Der Diebstahl der Skulptur ‚Brüderchen und Schwesterchen‘ im Lennepark zeigt einmal mehr, dass Kunstwerke im öffentlichen Raum einem zunehmenden Risiko ausgesetzt sind. Bereits in den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu vergleichbaren Vorfällen. Umso wichtiger ist es, jetzt gemeinsam zu prüfen, wie sich unsere Kunstwerke künftig besser schützen lassen“, erklärt Dr. Klaus Fehske, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.
Der Antrag der Liberalen sieht vor, verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu untersuchen. Dazu gehören unter anderem verbesserte Befestigungen, moderne Sicherungstechnik, Kennzeichnungssysteme, Versicherungsmodelle oder – bei besonders wertvollen Kunstwerken – der Einsatz hochwertiger Repliken.
„Die Kunstwerke im öffentlichen Raum prägen das Stadtbild und sind ein wichtiger Teil unserer kulturellen Identität. Jeder Diebstahl bedeutet deshalb weit mehr als nur einen materiellen Verlust. Gleichzeitig gilt: Vorbeugende Schutzmaßnahmen dürften in vielen Fällen deutlich kostengünstiger sein als die Folgen eines Diebstahls mit Verlust, Wiederbeschaffung oder aufwendiger Rekonstruktion. Deshalb sollten wir frühzeitig handeln und geeignete Maßnahmen sorgfältig prüfen“, betont Katja Graf, Fraktionsvorsitzende der FDP.
Aus Sicht der FDP sollte die Stadt die Erfahrungen der vergangenen Jahre zum Anlass nehmen, den Schutz ihrer Kunstwerke systematisch zu betrachten. Die wiederholten Diebstähle zeigten, dass ein entsprechendes Konzept inzwischen sinnvoll und notwendig sei.
„Niemand wird jeden Diebstahl verhindern können. Aber wir können die Risiken deutlich reduzieren und unsere Kunstwerke besser sichern. Die Gefährdungslage ist seit Jahren bekannt. Deshalb halten wir es für richtig, jetzt ein Schutzkonzept zu erarbeiten, die verschiedenen Möglichkeiten sorgfältig gegeneinander abzuwägen und die daraus abgeleiteten Maßnahmen anschließend zügig umzusetzen. Unsere Kunstwerke sind Teil der Identität unserer Stadt – sie verdienen einen wirksamen Schutz“, so Dr. Klaus Fehske abschließend.
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