FDP fordert Sofortmaßnahmen gegen Bronzediebstähle: Gefährdete Kunstwerke jetzt sichern

Von Daniel George

Die wiederholten Diebstähle von Bronze und anderen Metallen im öffentlichen Raum machen aus Sicht der FDP-Fraktion deutlich, dass die Stadt Hagen nicht allein auf ein langfristiges Schutzkonzept warten kann. Insbesondere die jüngsten Diebstähle von Bronzeplatten an Ehrenmälern zeigen, dass bei besonders gefährdeten Kunstwerken und Denkmälern inzwischen dringender Handlungsbedarf besteht.

Die FDP-Fraktion hat bereits einen Antrag für den Kultur- und Weiterbildungsausschuss am 15. September angekündigt. Darin soll die Verwaltung beauftragt werden, geeignete Maßnahmen zum Schutz von Kunstwerken im öffentlichen Raum vor Diebstahl zu prüfen und daraus ein Schutzkonzept zu entwickeln. Angesichts der aktuellen Entwicklung reicht es aus Sicht der Liberalen jedoch nicht mehr aus, die Beratung des Antrags sowie die anschließende Erarbeitung und Umsetzung eines solchen Konzeptes abzuwarten.

„Es ist nicht zielführend, erst dann zu reagieren, wenn weitere Kunstwerke verschwunden oder Denkmäler beschädigt worden sind. Unser Antrag soll für einen dauerhaften und wirksamen Schutz sorgen. Bis entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden können, müssen wir aber verhindern, dass weitere wertvolle Stücke verloren gehen“, erklärt Dr. Klaus Fehske, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.

„Wir fordern Oberbürgermeister Dennis Rehbein deshalb auf, unverzüglich den vorsorglichen Abbau und die sichere Einlagerung besonders gefährdeter Kunstwerke durch den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) zu veranlassen. Der Fachbereich Kultur sollte kurzfristig in der Lage sein, hierfür eine Prioritätenliste zu erstellen. Berücksichtigt werden sollten insbesondere der materielle und kulturhistorische Wert, die Zugänglichkeit, die örtlichen Gegebenheiten sowie die Gefahr, dass einzelne Werke oder Bestandteile mit vergleichsweise geringem Aufwand gewaltsam entfernt werden können“, erläutert Katja Graf.

Die Einlagerung soll ausdrücklich nur eine vorübergehende Lösung sein. Währenddessen kann im Rahmen des von der FDP beantragten Schutzkonzeptes geprüft werden, welche Sicherungsmaßnahmen eine Rückkehr der Originale in den öffentlichen Raum ermöglichen. Bei besonders wertvollen oder schwer zu sichernden Werken sollte zudem die Aufstellung hochwertiger Repliken geprüft werden.

„Andere Städte haben nach ähnlichen Diebstählen bereits gefährdete Bronzeskulpturen vorsorglich abgebaut und eingelagert. Auch Hagen sollte handeln, bevor die Täter erneut zuschlagen. Unser Ziel bleibt, Kunst und Denkmäler im öffentlichen Raum sichtbar zu erhalten. Aber dafür müssen wir die Originale jetzt schützen. Im Zweifel gilt: erst sichern, dann dauerhaft und vernünftig lösen“, so Graf abschließend.

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