Sachantrag: Weiteres Vorgehen Personentunneldurchstich Hauptbahnhof und Kostendarstellung

Der Sachstandsbericht der Verwaltung (Vorlage 0350/2026) zeigt: Der Personentunneldurchstich ist mit erheblichen Unsicherheiten bei Kosten (mindestens 15,5 Mio. € – Entree, Gestattungskosten und Folgekosten noch nicht enthalten), Fördermitteln (kein Zugang über FöRi-Kom-Stra, FöRi-Nah oder Bundesinfrastrukturfonds) und Zeitplan (Baubeginn frühestens nach Fertigstellung der Bahnhofsmodernisierung 2031) behaftet. Das bedeutet: kein Fortschritt auf der Westside für mindestens ein Jahrzehnt.
Die Verwaltung hat über viele Jahre umfangreiche Vorbereitungen im Bereich der Werdestraße getroffen – einschließlich Grundstücksankäufen. Dieses Potenzial darf nicht ungenutzt bleiben. Eine Brückenlösung könnte gegenüber dem Tunnel wesentliche Vorteile bieten: bessere Eignung für den Radverkehr, geringere Abhängigkeit von DB und DEW sowie potenziell deutlich kürzere Realisierungszeiten.
Die Antragsteller fordern keine vorgezogene Entscheidung gegen den Tunnel, sondern eine ergebnisoffene und parallele Prüfung einer durchaus realistischen Alternative.
Antrag
Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wird wie folgt ergänzt:
Die Verwaltung wird beauftragt, eine Machbarkeitsprüfung für eine Brückenverbindung im Bereich der Werdestraße als Alternative oder Ergänzung zum geplanten Personentunneldurchstich (City Link) durchzuführen. Die Prüfung soll insbesondere folgende Aspekte umfassen:
1. Technische Machbarkeit und Realisierungszeitraum einer modernen Fuß- und Radwegbrücke im Bereich der Werdestraße.
2. Kosten- und Zeitplanvergleich mit der Tunnelvariante (Vorlage 0350/2026).
3. Fördermöglichkeiten für eine Brückenlösung im Vergleich zum Tunnelprojekt.
4. Nutzung der bereits im Bereich der Werdestraße getätigten städtischen Investitionen (insb. Grundstücksankäufe).
Abhängigkeit vom laufenden Umbau des Hauptbahnhofs durch die Deutsche Bahn.
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