Anfrage: Zunahme des Crack-Konsums in NRW-Großstädten

In zahlreichen Städten Nordrhein-Westfalens wird seit mehreren Jahren ein deutlicher Anstieg des Crack-Konsums und der damit verbundenen sozialen, gesundheitlichen und ordnungsrechtlichen Herausforderungen festgestellt. Aktuelle Untersuchungen im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen zeigen, dass Crack in mehreren Großstädten inzwischen die am häufigsten konsumierte illegale Droge ist. Gleichzeitig befassen sich Kommunen, Suchthilfeeinrichtungen und Gesundheitsbehörden zunehmend mit den Folgen dieser Entwicklung.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob vergleichbare Entwicklungen auch in Hagen zu beobachten sind und ob die bestehenden Hilfs- und Präventionsangebote ausreichend auf die besonderen Herausforderungen des Crack-Konsums vorbereitet sind. Ziel der Anfrage ist es, ein möglichst aktuelles Lagebild für Hagen zu erhalten und gegebenenfalls frühzeitig Handlungsbedarfe zu identifizieren.
Anfrage
1. Liegen der Stadt Hagen oder dem Gesundheitsamt Erkenntnisse über eine Zunahme des Crack- bzw. Kokain-Konsums in Hagen vor?
2. Werden in den Einrichtungen der Suchthilfe, Drogenberatung oder Straßensozialarbeit vermehrt Konsumentinnen und Konsumenten von Crack registriert?
3. Gibt es statistische Daten oder Einschätzungen zur Entwicklung des Crack-Konsums in Hagen in den letzten fünf Jahren?
4. Welche konkreten Maßnahmen ergreift das Gesundheitsamt Hagen im Umgang mit Crack-Konsumierenden, falls notwendig?
5. Welchen Handlungsbedarf sieht die Verwaltung, um auf die landesweit festgestellte Ausbreitung von Crack vorbereitet zu sein?
6. Plant die Stadt eine Anpassung bestehender Präventionskonzepte angesichts der landesweiten Entwicklungen, insbesondere auch an Schulen, in Jugendzentren oder anderen Einrichtungen der Jugendarbeit?
7. Hat die Stadt Hagen geprüft oder plant sie zu prüfen, welche Erfahrungen andere Kommunen mit niedrigschwelligen Hilfsangeboten, aufsuchender Sozialarbeit, Drogenkonsumräumen, Drug-Checking-Angeboten (1) oder anderen Maßnahmen zur Schadensminimierung gemacht haben und welche Erkenntnisse daraus für Hagen nutzbar sein könnten?
Wir bitten um schriftliche Beantwortung der Anfrage.
(1) https://www.mags.nrw/drug-checking-kabinett-will-substanzanalysen-drogenkonsumraeumen-ermoeglichen
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