Antrag: Sachstandsbericht zum Pilotprojekt Intelligente Einzelraumsteuerung im Rathaus Hohenlimburg

Von Daniel George

Die Stadt Hagen hat am 28.09.2026 mitgeteilt: „Mit der erfolgreichen Umsetzung des Projekts „Intelligente Einzelraumsteuerung“ setzen Smart City und die Gebäudewirtschaft der Stadt Hagen einen weiteren Meilenstein bei der Umsetzung der Smart-City-Strategie. Das Pilotprojekt im Rathaus Hohenlimburg zeigt großes Potenzial für mehr Klimaschutz und einen wirtschaftlichen Gebäudebetrieb bei der Stadt Hagen.“ Nach der Mitteilung wurden rund 200 Heizkörper mit intelligenten Thermostatventilen ausgestattet, der Heizenergieverbrauch konnte im bisherigen Erhebungszeitraum um rund 20 Prozent gesenkt werden und zwei weitere Gebäude sind bereits identifiziert.

Die FDP-Ratsfraktion begrüßt jede Maßnahme, die den Energieverbrauch städtischer Gebäude senkt und damit den Haushalt entlastet. Die Mitteilung nennt jedoch weder die Kosten noch die Fördersumme, den Erhebungszeitraum oder die Methodik der Berechnung. Ohne diese Angaben lässt sich nicht beurteilen, ob das Projekt tatsächlich wirtschaftlich ist und ob eine Ausweitung auf weitere Gebäude sinnvoll ist.

Angesichts der angespannten Haushaltslage und der erheblichen Energiekosten der städtischen Liegenschaften sollte der Ausschuss frühzeitig und transparent informiert werden, bevor Entscheidungen über einen Ausbau getroffen werden. Der Sachstandsbericht schafft dafür die Grundlage und zeigt, ob und wie sich die Erfahrungen aus Hohenlimburg auf weitere Gebäude übertragen lassen.

Antrag

Die Verwaltung wird beauftragt, dem Ausschuss in seiner nächsten Sitzung einen Sachstandsbericht zum Pilotprojekt „Intelligente Einzelraumsteuerung“ im Rathaus Hohenlimburg vorzulegen.

Der Bericht soll dabei folgende Kernpunkte berücksichtigen:

  1. Die Gesamtkosten des Projekts, aufgeschlüsselt nach Anschaffung, Installation, laufendem Betrieb und Wartung, sowie die Höhe der Förderung aus dem Programm klimakommune.digital und den verbleibenden städtischen Eigenanteil.
  2. Die Datengrundlage der gemeldeten Einsparung von rund 20 Prozent, insbesondere den Erhebungszeitraum, den Vergleichszeitraum, die Bereinigung um Witterungseinflüsse und die absolute Einsparung in Kilowattstunden und Euro.
  3. Die erwartete Amortisationsdauer der Investition auf Grundlage der bisherigen Messwerte.
  4. Die beiden bereits identifizierten weiteren Gebäude, einschließlich Zeitplan, Kostenschätzung und Finanzierung, sowie eine Einschätzung, welche weiteren städtischen Liegenschaften (insbesondere Schulen und Verwaltungsgebäude) für einen Einsatz geeignet sind.

 

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